Mechatronik - IT-, Digitalsystem- und Netzwerktechnik (Modullehrberuf) - Lehrzeit: 3 1/2 bzw. 4 Jahre

Andere Bezeichnung(en): Vorgängerlehrberufe: EDV-Systemtechnik, Mechatronik - Büro- und EDV-Systemtechnik

English: Mechatronics specialising in manufactur-ing engineering

Berufsbeschreibung

Mechatronik bedeutet die Verbindung von mechanischen, elektrischen und elektronischen Bauteilen zu mechatronischen Anlagen und Systemen. Immer bedeutender wird dabei die  Integration von computergesteuerten Programmen und Komponenten.

Mechatroniker*innen für IT-, Digitalsystem und Netzwerktechnik stellen mechatronische Büro- und IT-Systeme her. Dazu zählen z. B. Computersysteme,  Netzwerke,  Scanner, Kopiergeräte sowie analoge und digitale Kommunikationssysteme. Sie bauen mechanische, elektrische, elektronische und informationstechnische Teile zusammen, verbinden die einzelnen Systembestandteile zu Arbeitsplätzen und Netzwerken und stellen die Funktionen ein. Sie nehmen die Systeme in Betrieb, suchen nach Fehlern und beheben Störungen.

Mechatroniker*innen arbeiten in Büros, Werkstätten und Servicecentern im Team mit Berufskolleg*innen und Fachkräften aus den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik, IT und Maschinenbau. Bei Montage- und Servicearbeiten sind sie direkt bei ihren Kund*innen vor Ort im Einsatz.

 

Mechatroniker*innen für IT-, Digitalsystem und Netzwerktechnik stellen mechatronische Bauteile, Baugruppen und Komponenten für Büro- und IT-Systeme her. Dazu zählen betriebliche Serveranlagen und  Netzwerke, Betriebssysteme, Computer und Peripheriegeräte wie Drucker,  Scanner, Fax- und Kopieranlagen, weiters Telefonanlagen, Kommunikationssysteme und vieles mehr.

Sie bauen mechanische, elektrische/elektronische und informationstechnische Teile zusammen und warten und reparieren sie. Sie richten Leitungen ein, verlegen Kabel, schließen die Systeme und Anlagen an und nehmen sie in Betrieb. Sie messen elektrische und physikalische Größen, und programmieren Steuerungen und Funktionen. Dabei berücksichtigen sie die Wünsche ihrer Kund*innen und Auftraggeber*innen. Sie informieren und beraten ihre Kund*innen und schulen sie in die Bedienung der Geräte ein.

Mechatroniker*innen für IT-, Digitalsystem und Netzwerktechnik sind auch für die Wartung, Reparatur und Fehlerbehebung zuständig (Service). Bei der Suche nach Fehlern und Störungen zerlegen sie die Anlagen und Geräte, führen Messungen mit elektronischen Mess- und Prüfgeräten und Test- und Diagnosesoftware durch und grenzen so mögliche Ursachen für Fehler ein. Sie beheben die Störungen und tauschen schadhafte Teile aus.
Im IT-Bereich installieren und prüfen sie mechatronische  Hardware- und Software-Komponenten. Sie stellen System-Komponenten zusammen, installieren  Software,  Netzwerke und Bussysteme,  konfigurieren Hardware-Teile und montieren, und programmieren mechatronische Systemkomponenten und Steuerungen.

Mechatroniker*innen für IT-, Digitalsystem und Netzwerktechnik haben auch zahlreiche organisatorische Aufgaben: Sie legen anhand der technischen Unterlagen die Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest, planen und steuern die Arbeitsabläufe und achten auf die Einhaltung der Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards.

Mechatroniker*innen für IT-, Digitalsystem und Netzwerktechnik arbeiten mit Büro- und IT-Systemen, Serversystemen, Netzwerken,  Scanner, Kopier- und Faxgeräte sowie mit analogen und digitalen Kommunikationssystemen. Zur Steuerung und Programmierung dieser Systeme setzen sie Computer-Programme ein.

Sie lesen Werkzeichnungen, Montage-, Stromlauf- und Schaltpläne. Oft erstellen Sie diese selbst anhand von speziellen Computerprogrammen (z. B.  CAD - Computer Aided Design). In der Produktion verwenden sie Handwerkzeuge und Maschinen wie Bohrmaschinen, Biegewerkzeuge, Gewindeschneider und arbeiten an computergesteuerten Anlagen. Zum Herstellen elektrischer und mechanischer Verbindungen in der Installation verwenden sie Lötgeräte, Klemmen, Schraubenzieher und elektronische Mess- und Prüfgeräte zur Prüfung der Anlagen und zum Aufsuchen von Störungen.

Sie be- und verarbeiten bei ihrer Tätigkeit Materialien wie Stahl,  Kupfer und andere Metalle und Kunststoffe zu selbst gefertigten Geräteteilen und bauen vorgefertigte Baugruppen (z. B.  Relais, Motoren, Steuerungen) in die Büro- und IT-Systeme ein.

Mechatroniker*innen für IT-, Digitalsystem und Netzwerktechnik arbeiten in Konstruktionsbüros, Werkstätten und Werkhallen von Gewerbe- und Industriebetrieben der Büro- und IT-Systemtechnik. Bei Montagen, Wartungs- und Servicearbeiten sind sie an wechselnden Arbeitsorten bei ihren Kundinnen und Kunden im Einsatz. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen, Vorgesetzten und weiteren Fachkräften aus den genannten Branchen und allgemein der Produktion und Entwicklung, siehe z. B. Maschinenbautechniker*in, Elektrotechnik (Modullehrberuf), Prozesstechnik (Lehrberuf), Produktionsleiter*in, Verfahrenstechniker*in.

Die Arbeit in Werkstätten und Produktionshallen bringt teilweise Lärmbelastung mit sich, gegen den sich Mechatroniker*innen mit Hörschutz schützen. Außerdem wird in der industriellen Fertigung häufig im Schichtdienst gearbeitet.

  • Anlagen der Büro- und IT-Systemtechnik sowie analoge und digitale Kommunikationssysteme errichten
  • Anlagen in Betrieb nehmen,  konfigurieren, prüfen und entstören, warten und reparieren
  • dabei Fehler und Störungen der Anlagen und Systemen systematisch aufsuchen, eingrenzen und beseitigen
  • Messgeräte und Sensoren kalibrieren
  • Prozesse und Arbeit planen: Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden festlegen
  • analoge und digitale Schaltungen mit komplexen Halbleiterbauelementen herstellen
  • Werkstoffe durch Sägen, Bohren, Schleifen, Feilen, Schrauben, Gewinde schneiden usw. bearbeiten
  • lösbaren und unlösbaren Verbindungen z. B. durch Schrauben, Stifte, Klemm-, Löt-, Steck- und Klebeverbindungen herstellen
  • technischen Unterlage wie Skizzen, Zeichnungen, Schaltplänen, Bedienungsanleitungen usw. lesen und anwenden
  • verwendete Werkzeuge, Maschinen, Mess- und Prüfgeräte usw. reinigen und Instand halten
  • Sicherheitsvorschriften (z. B. Maschinen-Sicherheitsverordnung, Elektromagnetische Verträglichkeits-Verordnung), Normen (ÖVE, ÖNORM, EN, TAEV) , Umwelt- und Qualitätsstandards einhalten
  • Anwender-Softwarelösungen in bestehende IT-Strukturen integrieren
  • Maßnahmen zur Datenspeicherung, Datensicherheit und des Virenschutzes durchführen
  • Netzwerke, Computersysteme und Mikrocomputersysteme betreuen
  • Kundenservice, Qualitätssicherung und Reklamationsbearbeitung durchführen
  • Kunden und Kundinnen beraten und in der Anwendung der Systeme schulen
  • Industrie- und Gewerbebetriebe des Büromaschinen und -gerätebaus
  • Industrie- und Gewerbebetriebe im Bereich IT- und Kommunikationstechnologie und Elektronik
  • Büromaschinen- und IT-Handels- und Servicebetriebe

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 CAD CAM CNC Hydraulik Industrie 4.0 Leistungselektronik Mechatronik Pneumatik Prozessor Qualitätsmanagement Smart production SPS-Systeme

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