Zauberkünstler*in

Berufsbeschreibung

Zauberkünstler*innen führen mit Hilfe von Tricks, Spezialeffekten, Sinnestäuschungen und viel Fingerfertigkeit Zauberkunststücke aller Art vor. Sie lassen z. B. Gegenstände, Tiere, auch Personen verschwinden oder scheinbar aus dem Nichts auftauchen. Dabei wenden sie spezielle Tricks an, die sie streng geheim halten und durch hartes Training einstudieren.

Sie arbeiten in Zirkussen, Varietés, auf Kleinkunstbühnen, in Fernsehshows oder auf Jahrmärkten. Je nach Programm arbeiten sie alleine oder im Team mit Hilfskräften und Assistent*innen. Ein Großteil ihrer Arbeit besteht in der Entwicklung von neuen Tricks und im ständigen Trainieren und Perfektionieren der eingeübten Tricks und Kunststücke.

Für Zauberkünstler*innen gibt es einen Ehrenkodex: Verrate nie den Trick! Der Reiz der Zauberkunst liegt im Geheimnis verborgen. Wird dieses preisgegeben, verliert das Kunststück jede Wirkung.

In der Regel wird in der Zauberkunst zwischen Manipulator*innen und Illusionist*innen unterschieden. Manipulator*innen arbeiten mit kleineren Gegenständen und führen ihre Tricks mit großer Hand- und Fingerfertigkeit vor (z. B. Kartentricks). Illusionist*innen verwenden aufwendige technische Apparate, um beispielsweise Personen von der Bühne verschwinden und wieder auftauchen zu lassen. Zauberkünstler*innen arbeiten entweder wortlos mit abgestimmter Musikbegleitung zur Steigerung der Spannung oder kommentieren ihre Kunststücke, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf belanglose Ereignisse zu lenken, während sie die eigentliche Manipulation durchführen.

Der Beruf des/der Zauberkünstlers/-künstlerin erfordert ständiges Training zur Erhaltung und Steigerung der Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit. Auch die Entwicklung von neuen Tricks gehört zu ihrer Arbeit.

Zauberkünstler*innen arbeiten mit den verschiedensten Materialien, Utensilien, Instrumenten und Gerätschaften zur Darstellung ihrer Zaubertricks und Kunststücke, wie z. B.: Tücher, Schleifen, Karten, Bälle, Boxen, Kisten, Drehräder, Schwerter, Ketten und dergleichen. Für bestimmte Effekte und zur Ablenkung setzen sie z. B. Feuer, Rauch und Nebel ein. Bei Auftritten tragen sie Schminke und Kostüme, oft auch Zauberhüte und einen Zauberstab.

Zauberkünstler*innen arbeiten in Proberäumen, auf Bühnen z. B. von Varietés und Kleinkunsttheatern, in Zirkusmanegen, aber auch in Fernsehstudios. Sie arbeiten entweder eigenständig oder im Team mit Assistent*innen und Hilfskräften. Sie haben Kontakt mit Berufskolleg*innen und anderen Künstler*innen bzw. Artist*innen. Vor Auftritten werden sie von Visagist*innen geschminkt und vorbereitet.
Für gewisse Tricks laden sie auch Zuschauer*innen für die Zauberperformance auf die Bühne ein oder gehen selbst in den Publikumsraum.

  • Zaubertricks und Kunststücke proben und perfektionieren, z. B. Kartentricks, Manipulationstricks, Illusionstricks (Gegenstände, Tiere etc. verschwinden/auftauchen lassen)
  • neue Zaubertricks und Kunststücke entwickeln und einstudieren
  • Proben und Generalproben mit Hilfskräften und Assistent*innen durchführen
  • Musikbegleitung auswählen, Timing der  Performance usw. einstudieren und proben
  • Materialien, Geräte und Instrumente zur Aufführung der Zaubertricks beschaffen (z. B. Tücher, Schleifen, Karten, Bälle, Boxen, Kisten)
  • Listen, Journale, Dokumente führen, Fachliteratur lesen
  • Auftrittsmöglichkeiten selbst oder gemeinsam mit Künstleragenturen organisieren

Zauberkünslter*innen arbeiten vorwiegend selbstständig in Rahmen eines "freien Beruf".

In manchen Fällen arbeiten sie auch angestellt, z. B. für

  • Zirkusse, Varietés
  • Kleinkunstbühnen
  • Fernsehanstalten, Filmproduktionen

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Accessoires Achse, dramaturgische Performance

Whatchado Video-Interviews