Bankettmanager*in
Weiterbildung & Karriere
Bankettmanager*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Bankettmanager*innen sind überwiegend in großen Hotel- und Gastronomiebetrieben tätig, die für die die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen betriebsinterne Schulungen und Seminare durchführen.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) sowie auf Tourismus- und Gastronomie spezialisierte Institute bieten in vielen relevanten Bereichen Kurse und Lehrgänge an.
Für Bankettmanager*innen mit Reifeprüfung oder Berufsreifeprüfung besteht auch die Möglichkeit einen fachlich geeigneten Universitäts- oder Fachhochschullehrgang oder ein Weiterbildungsstudium zur Weiterbildung und Höherqualifizierung zu absolvieren oder ein reguläres Studium zu absolvieren. Manche Lehrgänge sind auch mit mehrjähriger Berufserfahrung ohne Reifeprüfung zugänglich.
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
- Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
- Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
- ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.
Weiterbildungsbereiche für Bankettmanager*innen sind beispielsweise:
Fachkompetenzen
- Fremdsprachen
- Diätküche, vegetarische und vegane Küche, Nahrungsunverträglichkeiten
- Nachhaltigkeit der Lebensmittel: Regionalität, Saisonalität, Bioprodukte etc.
- Social Media, Marketing
- Finanz- und Rechnungswesen, Kostenrechnung, Controlling
- Datensicherheit, Datenschutz
- Anwendung und Bedienung digitaler Geräte und Anwendungen (Buchungs- und Bewertungsportale, Reservierungssoftware, Bestellsoftware, Boniersysteme und -geräte, usw.)
- Wein-, Bier-, Käse-, Kaffee-/Teeservice, Spirituosenservice
- Hygiene
- Arbeits- und Betriebssicherheit
Methodenkompetenzen
- Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle
- Gästeberatung, Reklamationsmanagement
- Planung, Koordination und Organisation
- Teamführung
- Zeitmanagement
- Stressmanagement
Sozialkompetenzen
- Kommunikationsfähigkeit
- Konfliktfähigkeit
- Teamfähigkeit
- Leadership
- interkulturelle Kompetenz
Insbesondere in größeren Restaurants bzw. Hotels besteht häufig eine gewisse Hierarchie, in der Bankettmanager*innen nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung und Zusatzqualifikationen aufsteigen können. Als Bankettmanager*in haben sie innerhalb dieser Hierarchie bereits eine gewisse Führungsposition erreicht. Weiter Möglichkeit sind der Aufstieg zum/zur Restaurantleiter*in, Cateringleiter*in oder Betriebsleiter*in und Hotelmanager*in.
Für die selbstständige Berufsausübung (z. B. als Gastronom*in) ist die Befähigungsprüfung im Gastgewerbe erforderlich.
Neben einem hierarchischen Aufstieg im Unternehmen ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch inhaltliche und fachliche Spezialisierung und Entwicklung in eine Expert*innenrolle möglich. z. B. als Sommelier/Sommelieré in verschiedenen Bereichen wie z. B. Wein, Bier, Käse, Zigarren, Barista. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich außerdem im Gastronomie-, Hotel- oder Eventmanagement.