MarionettenspielerIn / PuppenspielerIn

Berufsbeschreibung

MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen führen mit Hilfe von Puppen, Marionetten und Requisiten Geschichten und Theaterstücke auf. Sie stehen dabei entweder auf der Bühne oder hinter bzw. über dem Bühnenaufbau, wo sie die Figuren bewegen und ihnen ihre Stimme geben.

MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen müssen über schauspielerisches Talent verfügen, um ihren Figuren den richtigen Ausdruck zu verleihen. Sie arbeiten im Theater, bei Unterhaltungsveranstaltungen, im Zirkus, bei Festivals oder treten als StraßenkünstlerInnen auf. In der Vorbereitungszeit suchen und proben sie neue Stücke und warten und pflegen die Marionetten und Puppen. In den meisten Fällen kümmern sie sich auch selbst um Bühnenbau und Requisiten und sind am Auf- und Abbau beteiligt.

MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen betreiben eine besondere Art von Schauspiel. Statt mit dem eigenen Körper oder der eigenen Mimik erwecken sie die Rollen eines Theaterstücks oder einer Geschichte mittels Puppen und Marionetten (z. B. Tisch-, Schattenfigur, Hand- oder  Klappmaulpuppe) zum Leben. Dabei ist es sehr wichtig, den Figuren und Marionetten die richtigen Bewegungen und eine ausdrucksvolle Stimme zu verleihen. Deshalb sind MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen, so wie auch SchauspielerInnen, auf bestimmte Figuren spezialisiert und proben genauso intensiv für eine Rolle.

MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen bedienen die Figuren je nach Machart und Technik unterschiedlich: Manche Puppen treten in einem eigens gebauten Bühnenraum auf, z. B. kleine Puppen, die über die Hand gestülpt werden. MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen bedienen diese Figuren von unten (bzw. Marionetten von oben) und sind selbst nicht sichtbar. Dies verlangt den SpielerInnen großen körperlichen Einsatz und Konzentration ab, da der Publikumsbereich nicht einsehbar ist. Bei anderen, meist größeren Figuren (z. B. große Klappmaulpuppen), befinden sie sich zusammen mit ihren Puppen auf der Bühne. Hier müssen sie das Kunststück schaffen, sich selbst im Hintergrund zu halten, um die Figur richtig zur Geltung bringen zu können. In manchen Stücken spielen MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen auch selbst eine Rolle im Stück und es kommt zum Dialog zwischen Puppe und SpielerIn.

Das Puppen- bzw. Marionettenspiel eignet sich zwar für verschiedene Genres, vom ernsten Theaterstück für Erwachsene bis zum Kindertheater, jedoch gibt es nur wenige Bühnen- bzw. Figurentheatergruppen, die groß genug sind um MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen voll zu beschäftigen. In kleinen Ensembles und Gruppen sind sie meistens in alle Produktionsschritte eines Stücks involviert: von der Stückauswahl bzw. Textproduktion, über die Herstellung und Gestaltung der Puppen und der Requisiten, bis hin zum Auf- und Abbau. Neben der Leidenschaft für das Schau- und Puppenspiel sollten MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen deshalb auch eine gewisses handwerkliches Geschick und gestalterische Fähigkeiten mitbringen.

MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen arbeiten mit Puppen und Marionetten (z. B. Tisch-, Schattenfigur-, Hand- oder  Klappmaulpuppe) unterschiedlicher Größe, Art und Form. In vielen Fällen sind sie auch an der Produktion der Puppen und Marionetten beteiligt oder übernehmen die Gestaltung (z. B. Kostüm, Haare), die je nach Produktion angepasst wird.

Da MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen auch eine Art von SchauspielerInnen sind, ist ihre Stimme ebenfalls ein wichtiges Arbeitsmittel.

MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen treten im Theater (vor allem in speziellen Figurentheatern), Zirkus, als StraßenkünstlerInnen und bei Unterhaltungsveranstaltungen oder Festivals auf. Sind sie Teil eines Theaterensembles oder einer Zirkuskompanie, reisen sie für Auftritte auch an unterschiedliche Orte.

Sie arbeiten zusammen mit BerufskollegInnen z. B. RequisiteurIn, BühnenbildnerIn, RegisseurIn und haben Kontakt zu OrganisatorInnen (z. B. Event-ManagerIn) und dem Publikum.

Je nach Größe der Theatergruppe, des Ensembles oder der Figurentheaterbühne sind MarionettenspielerInnen / PuppenspielerInnen in folgende Tätigkeiten involviert:

  • fallweise Stoffe und Texte für die Aufführung  recherchieren oder schreiben
  • fallweise Puppen oder Marionetten herstellen, restaurieren und pflegen
  • fallweise an der Gestaltung der  Inszenierung mitarbeiten (Bühnenbild, Ausstattung)
  • Rollen der Puppen oder Marionetten einstudieren
  • bei Aufführungen die Rolle mit der Puppe oder Marionette darstellen
  • Theater (vor allem in speziellen Figurentheatern) und Kabaretts
  • Unterhaltungsveranstaltungen
  • Zirkusse
  • Figurentheater-Festivals

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Dramaturgie Ensemble Inszenierung Klappmaulpuppe Performance Repertoire Requisit