Informationstechnologie - Betriebstechnik (Lehrberuf) - Lehrzeit: 4 Jahre

Andere Bezeichnung(en): früher: Informationstechnologie - Technik, EDV-TechnikerIn

 

Berufsbeschreibung

InformationstechnologInnen mit Schwerpunkt Betriebstechnik arbeiten hauptsächlich in Betrieben mit computergesteuerten Produktionsmaschinen. Dort kümmern sie sich um alle Aspekte der IT-Infrastruktur, von Netzwerken und Umgebungen für Produktionsapplikationen ( Software) bis zu den Endgeräten (Produktionsmaschinen). Sie  konfigurieren die Geräte mit den entsprechenden Anwendungen ( Software), planen und erstellen  Netzwerke, Serversysteme, Cloud-Lösungen, Datenspeicher- und Backup-Systeme und erstellen Berechtigungskonzepte.

InformationstechnologInnen mit Schwerpunkt Betriebstechnik arbeiten gemeinsam mit BerufskollegInnen und SpezialistInnen für automatisierte Produktionsanlagen und -software beim Aufbau neuer IT-Umgebungen für die Produktion mit. Sie erstellen technische Konzepte und Lösungen und administrieren und erstellen Datenbanken und Schnittstellen für Produktionsapplikationen. Sie führen regelmäßige Tests der IT-Infrastruktur durch, dokumentieren die technischen Prozesse, warten und erweitern die Systeme und beheben Schwachstellen und Fehler.

InformationstechnologInnen mit Schwerpunkt Betriebstechnik (kurz: IT-BetriebstechnikerIn) sorgen für den reibungslosen Betrieb von computergesteuerten Produktionsmaschinen und der IT-Infrastruktur von Betrieben. Um den problemlosen Ablauf der Produktion zu garantieren, müssen  Netzwerke, Datenbanken und Cloud-Systeme betrieben und Benutzerschnittellen für die Endgeräte (Produktionsmaschinen, z. B. CNC-Maschinen) eingerichtet werden. IT-BetriebstechnikerInnen definieren die Bedürfnisse und gewünschten Funktionen der IT-Netzwerke und Endgeräte und erstellen Konzepte-, Zeit- und Kostenpläne und Präsentationsunterlagen für die geplanten Lösungen.

Sie  konfigurieren die Endgeräte (Produktionsmaschinen) und implementieren und testen Benutzerschnittstellen für Produktionssoftware und -applikationen (z. B. Grafische Benutzeroberfläche GUI, Drucker etc.) oder Kommunikationsservices (z. B. Telefon). IT-BetriebstechnikerInnen wirken auch bei der Planung und beim Aufbau neuer IT-Umgebungen (z. B. neue automatisierte Produktionsstraße) mit, sie erstellen technische Konzepte, bestimmen die passende IT-Architektur ( Netzwerktopologie, Größe etc.), integrieren neue Umgebungen in bereits bestehenden Systeme und  konfigurieren und installieren die Lösungen. Sie wählen die passenden Cloud-Dienste für die Produktionsprozesse und -infrastruktur aus und integrieren sie in die bestehenden  Netzwerke.

IT-BetriebstechnikerInnen analysieren die für die Produktionsmaschinen nötigen Daten (Datenaufkommen, Datenmodelle) und entwickeln die Zugriffsmöglichkeiten der Endgeräte (Produktionsmaschinen) auf die  Datenbank mithilfe von Abfragesprachen (Programmiersprachen). Neben dem Aufbauen und Einrichten der IT-Betriebstechnik führen sie auch laufend Wartungen durch und beheben auftretenden Fehler und Störungen. Außerdem entwickeln sie Testfälle für neue und bestehende Geräte und Umgebungen, um sie auf Funktionssicherheit zu prüfen.

IT-BetriebstechnikerInnen dokumentieren sämtliche Prozessschritte und Tests, erstellen Betriebshandbücher und schulen bei Bedarf die BenutzerInnen ein. Sie arbeiten zusammen mit BerufskollegInnen sowie SpezialistInnen für IT-Systemtechnik, Applikations- und Softwareentwicklung sowie TechnikerInnen aus den Produktionsbereichen.

InformationstechnologInnen mit Schwerpunkt Betriebstechnik arbeiten mit Bauteilen, Komponenten, Geräten und Anlagen der IT-Technik, verschiedenen IT-Hardwaregeräten (Computer, Laptop, Tablet, Monitor, Tastatur, Grafik-Karten, Festplatten etc.) und den Endgeräten im Produktionsbereich (z. B. CNC-Maschinen). Für die Konfiguration und das Einrichten der Benutzerschnittstellen arbeiten sie mit Programmiersprachen sowie verschiedenen Applikationen ( Software) und Betriebshandbüchern (Installationsanleitungen, technische Unterlagen etc.). Für den Betrieb der Netzwerk- bzw. Server-Infrastruktur arbeiten sie mit Software-Anwendungen und Betriebssystemen. Mit einfachen Werkzeugen (z. B. Schraubenzieher, Zangen) installieren sie Netzkomponenten (z. B. Kabel und Leitungen).

In Expertennetzwerken und -foren im Internet, bei Fachmessen und -konferenzen, in Fachpublikationen (Zeitschriften etc.) informieren sie sich laufend über neue Entwicklungen im Bereich Hard- und  Software, über Programmiersprachen, Datenschutz, Lizenzen, Entwicklungsstandards usw.

InformationstechnologInnen mit Schwerpunkt Betriebstechnik arbeiten hauptsächlich in Betrieben mit automatisierten Produktionsmaschinen. Sie sind dort in eigenen Büroräumen und IT-Werkstätten tätig. Außerdem arbeiten sie in den Produktionsräumen, -hallen oder -werkstätten direkt an den Endgeräten oder bei der Wartung, Erneuerung oder Installation von Netzwerkkomponenten.

IT-BetriebstechnikerInnen arbeiten zusammen mit BerufskollegInnen sowie SpezialistInnen für die Applikationen ( Software) der Endgeräte bzw. der Netzwerkapplikationen oder Datenbanken z. B. ApplikationsentwicklerInnen (siehe Applikationsentwicklung - Coding (Lehrberuf)), Software-ProgrammiererInnen, App-EntwicklerInnen, InformatikerInnen, IT-SystemelektronikerIn, SpezialistInnen für Cloud-Anwendungen (siehe Cloud-Engineer (m./w.)) und Datenbanken (siehe Database-Professional (m./w.), Datenbank-AdministratorIn). Außerdem haben sie Kontakt mit den SpezialistInnen für die Endgeräte (Produktionsmaschinen), das sind z. B. AutomatisierungstechnikerInnen, MechatronikerInnen, ProzesstechnikerInnen (siehe z. B. Prozesstechnik (Lehrberuf)) oder FertigungstechnikerInnen (siehe FertigungstechnikerIn (Produktionstechnik)).

Bei der Arbeit an Produktionsanlagen können IT-BetriebstechnikerInnen manchmal größerer Lärmbelastung ausgesetzt sein. Sie arbeiten praktisch ausschließlich in Innenräumen bei künstlicher Beleuchtung und viel an Bildschirmen. Bei Störungsbehebungen oder wenn es um die Einhaltung vereinbarter Termine geht, arbeiten sie auch unter großem Zeitdruck und leisten erforderlichenfalls Überstunden. Die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, also mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachbereichen, gehört in diesem Beruf zum Alltag.

Manchmal ist auch Mobilität gefragt, wenn Systeme an anderen Betriebsstandorten eingerichtet werden müssen.

  • Kundinnen und Kunden über mögliche IT-System-Lösungen beraten
  • bei Planung und Aufbau neuer Umgebungen und Lösungen in der betrieblichen IT-Landschaft mitarbeiten
  • Umsetzungskonzept und Zeit-, Kosten- und Projektplan erstellen
  • Benutzerend- und Peripheriegeräte, Komponenten auswählen, bereitstellen,  konfigurieren (einrichten)
  • Netzwerktopologie erstellen und Komponenten für  Infrastruktur entwickeln, installieren, konfigurieren
  • Serversysteme entwickeln, installieren (inkl. Serverraum), konfigurieren
  • Cloud-Dienste, Datenspeichersysteme, Backup-Lösungen installieren und einrichten
  • Berechtigungskonzepte erstellen und umsetzen, Benutzerschnittstellen einrichten
  • Maßnahmen zur Datensicherheit, Datenschutz und evt. Datenverschlüsselung umsetzen
  • Leistungsfähigkeit, Funktionssicherheit prüfen und sicherstellen
  • Dienste zur Unterstützung von Gruppenarbeiten (Groupware)  konfigurieren und in Betrieb nehmen
  • Datenbankzugriffe mit eigenen Abfragesprachen entwickeln
  • Test- und Versionierungskonzepte für eine effiziente Entwicklung neuer Anwendungen erarbeiten
  • Testfälle entwickeln und anwenden, Fehler korrigieren und Leistungsfähigkeit überwachen
  • Wartungen und Reparaturen durchführen, Fehler beheben
  • Arbeiten und Test dokumentieren, Betriebshandbücher erstellen, Kundinnen und Kunden einschulen
  • Kundenservice anbieten und gegebenenfalls IT-Systeme erweitern
  • Unternehmen mit automatisierter bzw. computergesteuerter Produktion aller Branchen

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