HeimleiterIn

Berufsbeschreibung

HeimleiterInnen übernehmen organisatorische und verwaltungstechnische, betriebswirtschaftliche und pädagogische Aufgaben im Rahmen der Leitung von Heimen. Sie tragen Verantwortung für die dort lebenden Menschen und organisieren einen optimalen Tagesablauf. Sie erstellen Finanzierungspläne, planen Neuanschaffungen, führen den Schriftverkehr, stellen MitarbeiterInnen ein usw. HeimleiterInnen erledigen ihre Aufgaben vor allem in Büroräumlichkeiten, wobei sie Informations- und Kommunikationssystemen, wie Telefon- und Computeranlagen verwenden. Sie arbeiten mit MitarbeiterInnen der Verwaltung und pädagogischen, therapeutischen und medizinischen Fachleuten zusammen. HeimleiterInnen haben je nach Art des Heimes z. B. Kontakt mit Kindern, Jugendlichen, deren Eltern, SeniorInnen oder Menschen mit Behinderung.

HeimleiterInnen sind für den ganzen Heimbetrieb verantwortlich und haben je nach Art und Größe der Heime - z. B. Kinder- und Jugendheime, SchülerInnenheime, Lehrlingsheime, Therapie- und Betreuungsheime, SeniorInnen- und PensionistInnenheime oder Ferien- und Erholungsheime - unterschiedliche Aufgabenfelder. So stehen in Kinder- und Jugendheimen pädagogische Aufgaben im Vordergrund, in Erholungs-, Therapie- und Betreuungsheimen bestimmt der medizinisch-technische Dienst sowie die allgemeine Pflege und Betreuung der HeimbewohnerInnen die Tätigkeit der HeimleiterInnen.

Als LeiterInnen halten sie alle Fäden in den Händen und sorgen für einen reibungslosen Betrieb im hauswirtschaftlichen, verwaltenden und betreuerischen Bereich. Sie sind für die Erarbeitung und Umsetzung des Heimkonzeptes zuständig und sichern die Qualität der Heime. HeimleiterInnen regeln die Rahmenbedingungen für die pädagogische bzw. pflegerische Betreuung, die Gestaltung des Heimalltags, das Angebot an Aktivitäten sowie die  Infrastruktur. Das Heimkonzept ist die Grundlage dafür, dass die HeimbewohnerInnen ihren Fähigkeiten entsprechend unterstützt werden und sich wohlfühlen. Die meisten Heime verfügen über viele MitarbeiterInnen, die sich um sozialpädagogische, aktivierende oder erzieherische Belange kümmern, über Pflegepersonal und medizinisch-therapeutisches Personal sowie Fachkräfte in Verwaltung, Hauswirtschaft und Gebäudeunterhalt.

HeimleiterInnen sind für die Personalführung verantwortlich. Sie rekrutieren die MitarbeiterInnen aus den verschiedenen Bereichen wie  Pädagogik, Sozialbetreuung, Verwaltung, Hauswirtschaft, Haustechnik usw., leiten sie an, machen die Einsatzplanung und organisieren Teamsitzungen. HeimleiterInnen erstellen z. B. Gesamtpläne für Tages- und Wochenabläufe und in Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachkräften pädagogische oder betreuerische Konzepte. Sie führen den Schriftverkehr mit Behörden, Gemeinden und Angehörigen/Familien der HeimbewohnerInnen. Außerdem setzen sie auch Maßnahmen und Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit um.

Im Verwaltungsbereich haben HeimleiterInnen verschiedene Aufgaben. Sie erstellen Finanzierungspläne und sind verantwortlich für das  Budget und eine effiziente sowie wirtschaftliche Betriebsführung. HeimleiterInnen sorgen für die Qualitätssicherung und Einhaltung von Betriebsrichtlinien sowie gesetzlichen Bestimmungen, kümmern sich um Versicherungs- und Steuerfragen und regeln die Ein- und Austritte von HeimbewohnerInnen. HeimleiterInnen planen und organisieren Neuanschaffungen, die Versorgung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs, die Bereitstellung und Reinigung von Bett-, Tisch- und Küchenwäsche usw. Sie beauftragen Fachpersonal für anfallende Pflege-, Wartungs- und Reparaturarbeiten.

In größeren Heimen übernehmen diese Aufgaben zwei bis mehr LeiterInnen.

HeimleiterInnen arbeiten vor allem Büro- und Verwaltungsmaterialien, mit Informations- und Kommunikationssystemen, wie Telefon- und Computeranlagen, E-Mail, Internet usw. und Büro-, Organisations- und Planungssoftware. Sie führen Datenbanken über die HeimbewohnerInnen, Lieferantenkarteien und verwenden div. Betriebsanalysen und -kennzahlen, Bilanzen, Statistiken etc. Wenn sie selbst auch in der Betreuung der HeimbewohnerInnen tätig sind, arbeiten sie je nach Art des Heimes außerdem mit unterschiedlichen Materialien zur Erziehung, Freizeitgestaltung, Betreuung, Unterstützung, Pflege usw.

HeimleiterInnen arbeiten überwiegend in Büroräumlichkeiten, aber auch in Besprechungsräumen und allen übrigen Räumen der jeweiligen Heime. Sie arbeiten mit MitarbeiterInnen der Verwaltung und pädagogischen, sozialbetreuerischen, therapeutischen und medizinischen Fachleuten zusammen (siehe z. B. Pädagoge/Pädagogin, Sozialpädagoge/Sozialpädagogin, Fach-SozialbetreuerIn / Diplom-SozialbetreuerIn, SozialarbeiterIn, Psychologe/Psychologin, Arzt/Ärztin). Sie haben je nach Art des Heimes Kontakt mit Kindern, Jugendlichen, deren Eltern, SeniorInnen, Menschen mit Behinderung usw. und kooperieren mit MitarbeiterInnen von Gemeinden, Behörden oder Schulen. Dazu ist häufig auch ein Besuch vor Ort notwendig.

  • organisatorische, verwaltungstechnische, betriebswirtschaftliche und pädagogische Aufgaben im Rahmen der Leitung von Heimen durchführen
  • das Heimkonzept erarbeiten und umsetzen
  • Finanzierungs- und Investitionspläne erstellen, Aufgaben im Bereich  Rechnungswesen und Personalverrechnung durchführen oder an SteuerberaterInnen weitergeben, statistisches Datenmaterial erstellen, Kalkulationen durchführen etc.
  • MitarbeiterInnen aus den verschiedenen Bereichen (z. B.  Pädagogik, Verwaltung, Hauswirtschaft, Haustechnik) rekrutieren, anleiten und qualifizieren, Besprechungen mit MitarbeiterInnen organisieren
  • Neuanschaffungen planen und organisieren, die Versorgung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs regeln
  • Fachkräfte mit anfallenden Pflege-, Wartungs- und Reparaturarbeiten beauftragen
  • Gesamtpläne wie Tagesablauf, Hausordnung usw. erstellen
  • pädagogische oder betreuerische Konzepte in Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachkräften erarbeiten
  • Schriftverkehr mit Behörden führen, sich um Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln kümmern, Maßnahmen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit durchführen
  • mit Eltern, Behörden, Gemeinden und Schulen zusammenarbeiten bzw. Kontakt halten
  • Kinder- und Jugendheime
  • SchülerInnenheime
  • Lehrlingsheime
  • Therapie- und Betreuungsheime
  • SeniorInnen-/PensionistInnenheime, Pflegeheime
  • Ferien- und Erholungsheime
  • Bildungszentren usw.

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