FotogravurzeichnerIn

Berufsbeschreibung

Der Lehrberuf FotogravurzeichnerIn ist mit 31. Dezember 2007 ausgelaufen. In diesem Beruf können keine Lehrausbildungen mehr begonnen werden!

FotogravurzeichnerInnen stellen Druckvorlagen für den Textildruck her. Sie bereiten Textilmusterentwürfe für fotografische, fotochemische oder elektronische Gravurverfahren vor. FotogravurzeichnerInnen arbeiten vor allem in Werkstätten oder Büroräumen von Fotogravuranstalten und Textilunternehmen an Computerarbeitsplätzen mit modernen Bildbearbeitungsprogrammen. Sie arbeiten eigenständig und im Team mit BerufskollegInnen, weiteren Fachkräften aus der Druckbranche und Vorgesetzten zusammen.

Die Tätigkeiten der FotogravurzeichnerInnen wurden inzwischen praktisch vollständig durch moderne Computertechnologien abgelöst. Eine Beschäftigungsmöglichkeit im hier dargestellten traditionellen Berufsbild ist kaum noch möglich. Deshalb wurde auch die Ausbildung in diesem Beruf eingestellt.

FotogravurzeichnerInnen stellen Druckvorlagen für den Textildruck her. Sie setzen Musterentwürfe für den Druck von Textilien, Tapeten oder Kunststoffen um. Sie bereiten Musterzeichnungen für fotografische, fotochemische oder elektronische Gravurverfahren vor, wobei sie anhand von Mustern kopierfähige Druckvorlagen herstellen und diese auf Reprofilme übertragen. Beim Textildruck werden Textilien mit ein- oder mehrfarbigen Mustern versehen, die an Stoffdruckmaschinen auf Stoffbahnen übertragen werden. Das entsprechende Muster wird mit Druckformen erzielt, die die einzelnen Farben des jeweiligen Musters auf den Stoff aufbringen. Für jede Farbe eines Musters muss daher eine eigene  Druckform angefertigt werden.

FotogravurzeichnerInnen fertigen zunächst Rapportskizzen an. Ein Rapport ist der kleinste Teil eines Musters, der mehrfach wiederholt das Stoffmuster bildet. FotogravurzeichnerInnen legen Rapportgröße und Versatz, das ist das Verhältnis, in dem Musterteile neben- und untereinander angeordnet sind, fest. Dann pausen sie die Musterelemente auf Pauspapier ab, vervielfältigen die Rapportskizzen und überprüfen die Wirkung des Musters auf größeren Stoffflächen, um Unregelmäßigkeiten, die durch unausgewogene Verteilung der Einzelmuster entstehen, korrigieren zu können.

FotogravurzeichnerInnen übertragen den Rapportentwurf auf Matt- oder Klarfolien, indem sie die Konturen der Musterung mit einer Feder oder einem Tuschezeichner nachziehen. Für jede einzelne Farbe des Musters stellen sie einen Farbauszug her, indem sie das Muster in der entsprechenden Farbe auf einer Folie ausmalen. Schließlich vergleichen sie die fertigen Rapporte mit den Original-Musterentwürfen, kontrollieren die Farbauszüge und stellen auf fotografischem Wege von jedem Farbauszug einen Reprofilm her, der für die Anfertigung der  Druckform benötigt wird.

Schablonen, Pauspapier, Federn, Tuschzeichner, Stoffe, Folien zählen zu den traditionellen Arbeitsbehelfen von FotogravurzeichnerInnen. Heute verwenden FotogravurzeichnerInnen allerdings hauptsächlich Computer mit modernen Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme.

FotogravurzeichnerInnen arbeiten vor allem in Werkstätten und Büroräumen von Fotogravuranstalten, Tapetendruckunternehmen und Groß- und Mittelbetrieben der Textilindustrie. FotogravurzeichnerInnen arbeiten eigenständig und im Team mit anderen Fachkräften der Textilbranche zusammen, siehe z. B. TextiltechnikerIn, TextilmusterzeichnerIn.

  • Rapportskizzen anfertigen, Rapportgröße und Versatz festlegen
  • Musterelemente auf Pauspapier abpausen
  • Rapportskizzen vervielfältigen und die Wirkung des Stoffmusters auf größeren Stoffflächen überprüfen
  • Rapportentwürfe auf Matt- oder Klarfolien durch Nachziehen der Konturen mit Feder oder Tuschestift übertragen
  • Farbauszüge für jede einzelne Farbe herstellen, fertige Rapporte mit Original-Musterentwürfen vergleichen
  • Reprofilme von jedem Farbauszug auf fotografischem Wege herstellen
  • Groß- und Mittelbetriebe der Textilindustrie
  • Tapetendruckunternehmen
  • kleinere Fotogravurbetriebe

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Bildbearbeitung digitaler Abzug Fotolabortechnik Tiefdruckverfahren