Ergotherapiegehilfe/Ergotherapiegehilfin

Berufsbeschreibung

ErgotherapiegehilfInnen helfen und unterstützen ErgotherapeutInnen bei ihrer Arbeit. Sie bereiten Untersuchungen vor, führen PatientInnenkarteien, warten und reinigen die für die  Ergotherapie eingesetzten Geräte und Materialien etc. Sie arbeiten in den Praxen von ErgotherapeutInnen oder als Angestellte in medizinischen oder sozialen Einrichtungen (z. B. Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen, Behindertenwerkstätten) im Team mit Fachkräften des Sozial- und Gesundheitswesens (z. B. ÄrztInnen, PflegerInnen, PsychologInnen) und haben engen Kontakt zu den PatientInnen und deren Angehörigen.

Der Beruf des/der Ergotherapiegehilfen/Ergotherapiegehilfin gehört zu den sogenannten "Sanitätshilfsdiensten", wie auch der/die

  • °Desinfektionsgehilfe/Desinfektionsgehilfin#
  • °Operationsgehilfe/Operationsgehilfin#
  • °Laborgehilfe/Laborgehilfin (Sanitätsdienst)#
  • °Ordinationsgehilfe/Ordinationsgehilfin#
  • Prosekturgehilfe/Prosekturgehilfin

Ergotherapie (= Beschäftigungstherapie) befasst sich mit der Handlungsfähigkeit eines Menschen bezogen auf seine ganze Lebenswelt (Familie, Beruf, Freizeit, soziale Beziehungen). Die  Ergotherapie umfasst die Behandlung von Krankheiten und Behinderungen durch handwerkliche und gestalterische Tätigkeiten, das Training der Selbsthilfe, der Herstellung, den Einsatz und die Unterweisung im Gebrauch von Hilfsmitteln sowie die  Rehabilitation.

ErgotherapiegehilfInnen leisten auf Anweisung von ErgotherapeutInnen verschiedene Hilfsdienste bei der Behandlung von PatientInnen. Sie wirken im Rahmen der allgemeinen Therapie mit, sind aber nicht berechtigt, selbstständig Entscheidungen über die Behandlung zu treffen. In Krankenhäusern übernehmen sie den handwerklich-technischen Teil und verrichten z. B. Vorbereitungsarbeiten.

Je nach Behandlung unterweisen sie die PatientInnen auch bezüglich der Arbeitstechniken und helfen bei schwierigen Handgriffen.

ErgotherapiegehilfInnen arbeiten mit den für die Therapie benötigten Hilfsmitteln: z. B. Mal- und Bastelmaterial, Spiel- und Turngeräte, Hängematten, Gymnastikbälle, Trampolins und Klettergerüste. Bei gestalterischen und handwerklichen Arbeiten verwenden sie Holz, Ton, Leder, Metall sowie Hobeln, Sägen und Bohrmaschinen, Feilen usw. Außerdem hantieren sie mit Prothesen, Rollstühlen, Krücken und anderen medizinischen Hilfsmitteln.
Sie sind für die Wartung der Maschinen und Arbeitsgeräte, die Kontrolle der Lagerbestände sowie die Nachbestellung zuständig. Sie müssen bestimmte Handgriffe beherrschen und sollten sich auf ihre Patienten vorurteilsfrei einlassen können.

ErgotherapiegehilfInnen arbeiten in den Behandlungsräumen und Büroräumen der Praxen von ErgotherapeutInnen oder in sozialen Einrichtungen (Behindertenheime etc.). Sie haben Kontakt mit dem jeweils zuständigen Team, z. B. Fachkräften des Gesundheitswesens wie ÄrztInnen (siehe Arzt/Ärztin), PsychologInnen (siehe Psychologe/Psychologin), LogopädInnen (siehe Logopäde/Logopädin) und PhysiotherapeutInnen.

  • PatientInnen vor, während und nach der Behandlung nach Anordnung der zuständigen ErgotherapeutInnen betreuen
  • bei Untersuchungen und Behandlungen assistieren und mitwirken
  • ergotherapeutische Instrumente, Geräte und Hilfsmittel vorbereiten und pflegen
  • Büro-, Verwaltungs- und Abrechnungsarbeiten durchführen
  • Ambulatorien
  • Krankenanstalten
  • Pflegeheime und Pensionistenwohnhäuser
  • Sanatorien, Heil- und Kuranstalten
  • Tageszentren
  • sozialpsychiatrische Zentren
  • Kindergärten und Schulen
  • Sonderkindergärten und Sonderschulen
  • Werkstätten für Behinderte
  • medizinische und physiotherapeutische Praxen

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Ergonomie Ergotherapie Motorik