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ApothekerIn

Andere Bezeichnung(en): PharmazeutIn

 

Berufsbeschreibung

ApothekerInnen versorgen ihre KundInnen fachgerecht mit Arzneimitteln und beraten sie über Gesundheit, Medizin und Hygiene. Viele der Medikamente, die sie ihren KundInnen verkaufen, stellen sie nach Rezepten auch selbst her. In der pharmazeutischen Industrie entwickeln ApothekerInnen Arzneimittel, prüfen sie auf ihre erwünschten und unerwünschten (Neben-)Wirkungen und lagern sie fachgerecht. Je nach Arbeitsplatz (Apotheke, pharmazeutische Industrie, Krankenhaus), arbeiten sie gemeinsam mit BerufskollegInnen und anderem medizinischen und pharmakologischen Fachpersonal (z. B. Pharmazeutisch-kaufmännische AssistentInnen, Ärzten und Ärztinnen und PharmavertreterInnen).

"Ich glaube, es ist ein Beruf der große Genauigkeit erfordert und Verantwortungsbewusstsein, weil wir Arzneimittel selber herstellen, die auf kleinste Mengen eingewogen werden. Da ist es sehr wichtig - das sind hochwirksame Stoffe - genau zu arbeiten."
Mag. Andrea Hofbauer, Apothekerin, in einem Interview aus: AMS your job, 2005.

ApothekerInnen beraten. Sie klären ihre KundInnen über Risiken und Nebenwirkungen von Arzneimitteln und erteilen ihnen Ratschläge über Gesundheit und Wohlbefinden. Sie geben Auskunft über rezeptfreie Medikamente und andere Produkte, die nicht von Ärzten und Ärztinnen verschrieben wurden, zum Beispiel Schmerz- und Erkältungsmittel, Vitaminpräparate und Wellness-Produkte.

ApothekerInnen wissen über die chemische Zusammensetzung und Wirkungsweise von Arzneimitteln, über ihren sicheren Einsatz und ihre sachgerechte Anwendung Bescheid. Sie verfügen über medizinische Kenntnisse zu Körperfunktionen, Gesundheitsvorsorge, Krankheiten und ihrer  Prävention. Sie bereiten Salben, Tinkturen, Pulver und Tees nach Rezepten selbst zu. Sie entwickeln auch eigene  Rezepturen, zum Beispiel für homöopathische Mittel oder Tees.

ApotherkerInnen bestellen zum Teil mehrmals täglich dringend benötigte Medikamente bei Pharmagroßhändlern, übernehmen und prüfen die gelieferten Waren. Außerdem rechnen sie die Rezepte ihrer KundInnen mit den Krankenkassen ab.

Für ihre Arbeit verwenden ApothekerInnen Apothekerwaagen, Mikroskope, Reagenzien, Indikatoren und verschiedene Laborgeräte, wie etwa Viskosimeter, um den Zähflüssigkeitsgrad zu bestimmen. Sie bedienen Scannerkassen und hantieren mit Formularen, etwa mit Rechnungen und Rezepten. Im Büro arbeiten sie an Computern, führen Lieferanten- und Lagerkarteien und bestellen benötigte Medikamente per Telefon oder E-Mail.

ApothekerInnen arbeiten vorwiegend in Verkaufs- und Büroräumen von Apotheken. Sie arbeiten im Team mit ihren KollegInnen und mit pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen (siehe Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz (Lehrberuf)). Dabei haben sie direkten Kontakt zu ihren KundInnen, aber auch zu Lieferanten und PharmareferentInnen sowie zu den MitarbeiterInnen der Krankenkassen.

In Krankenanstalten arbeiten ApothekerInnen eng mit ÄrztInnen (siehe Arzt/Ärztin) und dem Pflegepersonal zusammen. In der pharmazeutischen Industrie arbeiten sie gemeinsam mit PharmakologInnen (siehe Pharmakologe/Pharmakologin) und PharmareferentInnen.

Öffentliche Apotheken:

  • Fertigarzneimittel an die VerbraucherInnen abgeben
  • PatientInnen über die Zusammensetzung, Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen und sachgerechte Aufbewahrung von Arzneimitteln informieren
  • Arzneimittel nach Rezept herstellen
  • kommerziell-organisatorische Tätigkeiten durchführen: Arzneimittel im notwendigen Umfang und in erforderlicher Qualität bereithalten, Arzneimittel auf Kosten der Krankenkasse verrechnen und abgeben, weitere Waren wie Verbandstoffe oder Kosmetika bestellen, lagern und verkaufen
  • Medikamente einkaufen, lagern, kontrollieren und entsorgen

Krankenhausapotheken:

  • Medikamentenvorräte auf den Stationen und anderen Verbrauchsstellen auch außerhalb des Krankenhauses (Pflegeheime, Heilanstalten etc.) kontrollieren
  • bedarfsgerechte Lagerbedingungen der Präparate überprüfen
  • Infusionen, Salben und Desinfektionsmittel nach speziellen Rezepten herstellen
  • diplomiertes Pflegepersonal fortbilden und an Schwesternschulen in den Fächern Pharmakologie und Toxikologie unterrichten
  • in Ethikkommissionen, Hygieneausschüssen und Medikamentenkommissionen mitarbeiten

Pharmazeutische Industrie:

  • Arzneiformen erforschen und entwickeln
  • Arzneimittel unter Berücksichtigung der optimalen Wirkstoffabgabe und Stabilität industriell herstellen
  • klinisch-chemische und toxikologische Analysen durchführen

Verwaltung:

  • bei der Vorbereitung von Gesetzen, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften mitarbeiten, z. B. im Bereich von Arzneimittel- und Betäubungsmittelgesetzen und ihre Einhaltung überwachen

  • Apotheken
  • Krankenanstalten (Krankenhausapotheken)
  • Pharmazeutische Industrie
  • öffentliche Verwaltung
  • Selbstständigkeit

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Allergie - Allergene Defektur dispensieren Dosis Homöopathie Psychopharmaka rezeptpflichtig Serum

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